Der Verein Frauen für Frauen Burgenland wurde im Dezember 1988 mit den Zielen gegründet,
die Lebenssituation burgenländischer Frauen und Mädchen zu verbessern und zwar durch:
Beratung
Gruppen, Kurse und Veranstaltungen
Öffentlichkeitsarbeit zu frauenpolitischen Fragen

Unser Verein ist Trägerin
der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Oberwart
der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Güssing
der Frauen-, Mädchen- und Familienberatung Jennersdorf (Außenstelle von Güssing)

Private und berufliche Interessen in Einklang bringen

Das stand im Zentrum eines Austausches, den Andrea Györy, Leiterin eines vom Bildungszentrum ZIB Training angebotenen Kurses für Frauen. Mögliche Instrumente für ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben wurden in diesem Kurzworkshop genauso aufgezeigt wie die Auswirkungen von Stress auf den Körper und wie die Balance gefördert werden kann. Sichtbar geworden sind auch die Grenzen, an die Frauen bei ihren diesbezüglichen Versuchen immer wieder stoßen.

Ute Onzek, Beraterin in der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Güssing, hat die Gelegenheit genützt, die umfangreichen Beratungsangebote von Frauen für Frauen Burgenland vorzustellen.

Foto: Beraterin Ute Onzek, Frauenberatungsstelle Güssing beim Besuch einer AMS Kursmaßnahme des Bildungsinstituts ZIB Training im Technologiezentrum Güssing mit der Kurstrainerin Frau Andrea Györy.

(Berufliche) Zukunft mit Aussichten

Im Frauenberufszentrum Oberwart finden Frauen, die sich weiterbilden möchten oder nach einer passenden Ausbildung suchen, entsprechende Unterstützung.

„Es ist uns wichtig, den Frauen die beruflichen Möglichkeiten in den für sie unüblichen Berufen, wie z.B. Metalltechnik, aufzuzeigen“, so Mag.a Magdalena Freißmuth, die das FBZ leitet, beim Besuch von MAZ Großpetersdorf. „Unser FiT (Frauen in Handwerk und Technik) Modul macht das Kennenlernen und hineinschnuppern in die technischen Berufsfelder möglich.“

Ing. Christian Pelzmann, der Leiter vom MetallAusbildungsZentrum meint dazu: „Die Ausbildungsmöglichkeiten bei uns bieten den Frauen tolle Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Die guten Vermittlungsquoten bestätigen, dass eine solide Ausbildung der erste Schritt für eine erfolgreiche berufliche Zukunft ist.“

Beim AMS angemeldete Frauen können im Frauenberufszentrum in Oberwart ein Clearinggespräch unter 03352-20510 vereinbaren, um individuelle Lösungen und passende Optionen für ihr berufliches Weiterkommen zu finden.

Foto: Besuch vom FBZ im MAZ Großpetersdorf

FRIDA – eine Bibliothek für Frauen

In der Frauenberatungsstelle Oberwart befindet sich die FRIDA Frauenbibliothek, die die zweite öffentliche Bibliothek in Oberwart ist.

Ein interessantes Angebot an Büchern zu Frauenthemen, aber auch Belletristik sowie zahlreiche Zeitschriften stehen den Frauen zur Verfügung.

“Immer mehr Leserinnen besuchen unsere Räume, um vor Ort zu schmökern, in den Büchern länger zu stöbern und bei uns zu verweilen. Daher haben wir uns entschlossen, die Öffnungszeiten zu verlängern. Unsere Türen stehen am Dienstag und Donnerstag von 13.00 bis 17.00 Uhr für die Leserinnen offen“, sagt Sigrid Engel, Bibliothekarin.

„Unser Angebot haben wir in Richtung Bibliotherapie erweitert. Wir haben spezielle Literatur angeschafft, die unser Beratungsangebot unterstützt und ergänzt. Zu vielen Themen, mit denen wir täglich zu tun haben, wie Scheidung, Trennung, Probleme mit den Kindern, Gewalt etc., gibt es entsprechende Werke zum Nachlesen“, so die Geschäftsführerin Magdalena Freißmuth.

Foto: Bibliothekarin Sigrid Engel mit Geschäftsführerin Mag.a Magdalena Freißmuth

Frauen*Volksbegehren 2.0 –

Schon mehr als 200.000 Unterschriften!

Es geht aber weiter und es sollen noch viele Unterstützungserklärungen dazu kommen!
Bis zum 4. April 2018 ist es möglich Unterstützungserklärungen abzugeben. Diese gelten dann gleich als Unterschriften für das Volksbegehren. Das geht so:

  • per Bürger*innenkarte Handysignatur – also auch von zuhause aus
  • an jedem Gemeindeamt in Österreich – unabhängig vom Hauptwohnsitz. Dazu ist ein Personalausweis, Pass oder Führerschein mitzubringen!

Die konkreten Forderungen finden Sie unter: https://frauenvolksbegehren.at; Mehrere Beiträge zum Frauen*Volksbegehren 2018 finden Sie in der letzten Ausgabe der JOSEFA.

Wir haben Frauen und Männer eigeladen, zu sagen, warum sie das Frauen*Volksbegehren unterstützt haben oder noch unterstützen werden. Sie haben die Möglichkeit, ihre Gründe auf unserer Homepage www.frauenberatungsüdbgld.at bzw. auf der Facebookseite von Frauen für Frauen Burgenland zu lesen. Natürlich ist auch Ihr positives Statement für das Frauen*Volksbegehren willkommen. Schicken Sie ihren Satz mit Ihrem Foto an: info@frauenberatung-guessing.at

Los geht’s!

Brot und Rosen zum Frauentag

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März hat der Verein Frauen für Frauen Burgenland Rosen und Brot an Frauen verteilt.
Bereits 1912 haben die Frauen nach dem Gedicht von James Oppenheim gesungen:
„Drum kämpfen wir um’s Brot und wollen die Rosen dazu. Wenn wir zusammen gehen, kommt mit uns ein bessrer Tag“.
„Auch wenn inzwischen mehr als 100 Jahre vergangen sind, haben Frauen mit ähnlichen Themen zu kämpfen. Darauf wollen wir mit der Aktion aufmerksam machen“, so Geschäftsführerin Magdalena Freißmuth.

Vortrag „Geld und Wert“

In der Frauenberatungsstelle Güssing fand am 01.03.2018 ein Vortrag im Rahmen des ESF Projektes „Wissen ist Macht“ mit dem Titel „Geld und Wert“ statt. Dr.in Milena Nadal hat in einfacher und verständlicher Weise alles rund ums Thema Geld mit den Schwerpunkten Geschichte und Entwicklung des Geldes, Arten und Funktionen des Geldes, Darstellung des jetzigen Finanz- und Bankensystems und eigenverantwortlicher Umgang mit Geld den interessierten Teilnehmerinnen nähergebracht. Anschließend wurden die Bilder „Geldscheinblüten“ von Sophia Brandner bestaunt.

Allein verantwortlich und das andauernd

Laut Statistik Austria lebten im Jahr 2016 im Burgenland etwa 4.400 alleinerziehende Mütter mit mind. einem Kind unter 25 Jahren.

Alleinerzieherinnen und ihre Kinder sind also längst nicht mehr Notfälle der dörflichen oder kleinstädtischen Gemeinschaften, sie sind auch auf dem Land Teil des normalen Alltags geworden. Und trotzdem.

Während alleinerziehende Männer, nach wie vor eine Minderheit, oft Mitgefühl, Solidarität und Hilfsbereitschaft der ganzen Umgebung erwachen lassen, sehen sich alleinerziehende Frauen meistens alleingelassen und vor große Herausforderungen gestellt.

Die Lebensbedingungen von alleinerziehenden Frauen ziehen sich als Brennpunktthemen durch die bald 30jähre Geschichte der Beratungseinrichtungen von Frauen für Frauen Burgenland. Die speziellen Wirklichkeiten im Leben von alleinerziehenden Frauen verbinden Mitarbeiterinnen und Klientinnen, fordern und fördern Austausch und gemeinsames Nachdenken.

Im Dezember 2017 hat sich, der Einladung der Plattform Alleinerzieherinnen folgend, in Oberwart eine Gruppe alleinerziehender Frauen getroffen. Der Austausch über das Image Alleinerziehender stand diesmal im Zentrum.

Da war die Rede von Schuldgefühlen, davon dass alleinerziehende Mütter es als ihr Versagen sehen, den Kindern keine „normale Familie“, keinen liebenden Vater bieten zu können unabhängig davon wie viel oder wie wenig Sorge und Erziehungsarbeit die Väter jeweils geleistet hatten.

Häufig kam in den Gesprächen der Begriff „Mangel“ vor. Es mangelt an Zeit für die Kinder, für sich selbst. Es mangelt an Geld, selbst für die Deckung grundlegensten Bedürfnisse des Lebens. An die spontane Erfüllung von Wünschen ist gar nicht zu denken, weder an die der Kinder – was oft weh tut – und schon gar nicht an jene von sich selbst. „Die spüre ich kaum noch“, erklärt eine Frau. Nicht zuletzt mangelt es an sozialer Sicherheit, der Sicherheit zum Beispiel, das Auto reparieren lassen oder einen Kühlschrank kaufen zu können, wenn der alte kaputt ist. Frauen berichten über die immer wiederkehrende Vorstellung, sie hätten etwas Wesentliches in ihrem Leben falsch gemacht.

Realität ist, dass auf dem Land lebende Frauen kaum bis keine Jobs finden, mit denen sie ein gutes Leben für sich und die Kinder finanzieren können. Vielmehr fristen viele mit niedrig bezahlten Teilzeit-Arbeitsverhältnissen ihr Dasein. Realität ist auch, dass gute Jobs Mangelware und das öffentliches Verkehrsnetz in vielen ländlichen Regionen kaum oder gar nicht vorhanden ist.

Die Grundhaltung, in jede Familie gehöre ein Mann, ist auf dem Land noch vorherrschend, wenngleich auch in den Dörfern viele Ehen geschieden werden. Obwohl immer mehr Frauen berufstätig sind, gilt in den Köpfen der Menschen noch immer der Mann als Versorger, während die Frauen das Gros der unbezahlten Arbeit erledigen und mit Teilzeitberufstätigkeit das Familieneinkommen aufbessern.

„Seit der Scheidung muss ich uns alleine durchbringen. Für die Versorgung und Erziehung der Kinder, für Geborgenheit und Harmonie war ich auch vorher alleine da“. Der Stolz auf die Kinder wird gerne auf zwei Schultern verteilt, die Sorge liegt ausschließlich auf meinen“ oder: Seit der Scheidung hat er das „Ob“, ich habe die „Sorge“.

Zum Leben alleinerziehender Frauen gehören der – oft über Jahre andauernde -Kampf um regelmäßige Unterhaltszahlungen und –anpassungen. sorgenvoll schlaflose Nächte und das ständige Gefühl, nie zu genügen, selber übrig zu bleiben.

Tatsächlich bleiben weder Zeit noch Energie für Veranstaltungen oder Kinobesuche, für den Aufbau neuer sozialer Netze und Freundschaften.

„Das Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“ bringt eine Frau zur Verzweiflung. Sie meint, die Sichtweise „Wer arm ist, ist auch faul und damit selber schuld“ ist so weit verbreitet, dass sie das manchmal sogar selber denkt. Sie tut alles was in ihrer Macht steht, um die Potenziale ihrer Kinder zu fördern.

Längst können viele Frauen nicht mehr auf die viel gepriesenen familiären Ressourcen (Finanzielle Versorgung, Kinderbetreuung ect.) zurückgreifen.

„Eigentlich sind wir Heldinnen!“, kommt es plötzlich aus der Gruppe. „Wir haben Trennungen überwunden oder den Mut aufgebracht, uns aus Beziehungen zu lösen. Wir haben neu angefangen und stellen uns dem täglichen Überlebenskampf. Wir verschaffen uns Übersicht und treffen Entscheidungen. Wir haben wenig Geld, über dieses können wir aber selber verfügen.

Eine Frau erinnert sich an ihre Oma, die ihr Leben als Alleinerzieherin gemeistert hat. Als Unternehmerin mit zwei Friseurgeschäften und einem Chaoshaushalt hatte sie es oft unheimlich schwer, Beruf und Kinder zu managen. Sie hat ihre Entscheidung, sich vom Vater der Kinder zu trennen, nie bereut. Sie war humorvoll und hat den Kindern immer das Gefühl gegeben, dass das Leben gut ist, auch wenn es oft nicht rund läuft.

Einig sind sich die Frauen darin, dass es eine Politik braucht, die die Anerkennung von Einelternfamilien als normale Lebensformen fördert. Der Unterhalt für Kinder soll staatlich sichergestellt werden. Es braucht außerdem die Bereitstellung von leistbarem Wohnraum und umfangreichen Kinderbetreuungsangeboten, die den Erfordernissen des Arbeitsmarktes gerecht werden.
(U.Onzek, R. Holpfer)

Im Gespräch – Verein Frauen für Frauen und BIP Pinkafeld

Der Verein Frauen für Frauen Burgenland steht den Frauen mit drei Beratungsstellen zur Verfügung. In Oberwart, Güssing und Jennersdorf kann frau mit einem Beraterinnen-team nach Lösungen suchen und die nötige Unterstützung bekommen. Die Kooperationen mit Organisationen, Vereinen und Institutionen aus der Region rundet das Angebot ab und macht ganzheitliche Hilfe möglich.

Bei der 2jährigen Jubiläumsfeier vom BIP (Begegnung in Pinkafeld) war auch der Verein Frauen für Frauen Burgenland vertreten und hat dies zum Anlass genommen, sich über künftige gemeinsame Aktivitäten auszutauschen.

„Wir freuen uns, am 12. März in Kooperation mit BIP den interessierten Frauen einen Vortrag mit unserer medizinischen Beraterin anzubieten. Es gibt die Möglichkeit vor Ort, die Antworten auf die wichtigen Fragen oder aktuelle Informationen zu bekommen. Anschließend können die Frauen Einzeltermine bei Dr.in Verena Seidler vereinbaren, wo auch die individuellen Lösungen besprochen werden“, so Magdalena Freißmuth, Geschäftsführerin im Verein.

Foto: Magdalena Freißmuth und Elias Bierdel

„VON EINER ZUR ANDEREN“ - Von einer schmerzhaften Kindheit zu einem neuen Leben

Bibliotheksgespräch und Lesung in der Frauenberatungsstelle Oberwart

„Heilung geschieht, wenn ich mich dem Vergangenen noch einmal stelle“

Petra Szammer, selbständige systemische Familientherapeutin und Traumatherapeutin, hat sich ihrer Geschichte gestellt und sie in der Biographie „Von einer zur anderen“ thematisiert. Das Buch ist das Ergebnis einer Reise in die Vergangenheit, wo sie sich lange mit Puzzleteilen ihrer Lebensgeschichte auseinandergesetzt und sie letztendlich in Buchform wieder zusammengefügt hat.

Gewohnt einfühlsam und nachgehend hat Christl Reiss die Entstehungsgeschichte des Buches Seite für Seite geöffnet.

Interessierte und persönliche Rückfragen aus dem Publikum und Gespräche bei den Buchsignaturen haben den Abend abgerundet.

FIT für technische Ausbildung

Das Frauenberufszentrum in Oberwart bietet den an Aus- und Weiterbildung interessierten Frauen die Möglichkeit, sich beraten zu lassen, um den Weg der Umorientierung oder des Wiedereinstiegs zu erleichtern.

„Bei Interesse an einer technischen Ausbildung bieten wir den Frauen die Teilnahme am FiT - Workshop (Frauen in Handwerk und Technik) an. Das sind oft die ersten Schritte in die Arbeitswelt der technischen und handwerklichen Berufe. Die Teilnehmerinnen können auch durch praktisches Tun die Bereiche erforschen. Die angebotenen Exkursionen ermöglichen das Kennenlernen der Ausbildungsinstitutionen“, so
Mag.a Magdalena Freißmuth, die Projektleiterin.

Das Burgenländische Schulungszentrum BUZ Neutal wurde zuletzt von der Gruppe besucht. Der Bereichsleiter, Johann Oberhofer, meint dazu: „Es ist wichtig, dass sich die Frauen vor Ort über die angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten überzeugen können. Die Hemmschwelle entfällt somit und erleichtert die Entscheidung. Die guten Vermittlungsquoten bestätigen, dass eine solide Ausbildung der erste Schritt für eine erfolgreiche, berufliche Zukunft ist.“

Beim AMS angemeldete Frauen können im Frauenberufszentrum in Oberwart ein Clearinggespräch unter 03352-20510 vereinbaren, um individuelle Lösungen und passende Optionen für berufliches Weiterkommen zu finden.

Die letzte Erhebung, wie viel Familien für ihre Kinder aufwenden müssen um ihre Bedürfnisse abzudecken, fand 1964 statt. Seitdem hat sich die Ausgabenlage wesentlich verändert. Beispielsweise waren Handys und Computer damals noch nicht am Markt. Derzeitige Regelbedarfssätze im Unterhaltsrecht oder in der Familienförderung basieren immer noch auf den Zahlen der 1960er Jahre.

Deshalb forderten mehr als 80 Organisationen eine aktuelle Kinderkostenstudie, darunter auch der Verein Frauen für Frauen Burgenland gemeinsam mit ÖPA (Plattform für Alleinerziehende).

Das Österreichische Institut für Familienforschung ÖIF an der Uni Wien hat im Jänner 2018 eine Piloterhebung durchführen lassen, um eine repräsentative Erhebung jener Ausgaben, die Eltern für ihre Kinder tätigen, zu erheben. Diese hat folgende Teile umfasst:

  • Online-Fragebogen zur Haushaltsstruktur und den Großausgaben für Kinder über einen bestimmten Zeitraum.
  • Online-Haushaltsbuchs, in dem die kinderspezifischen Ausgaben des Erhebungsmonats Jänner 2018 eingetragen wurden.
  • Endfragebogens, der abschließend zusammenfassende Informationen erhebt

Die Frauenberatungsstelle Güssing bedankt sich bei allen Müttern, die dazu beigetragen haben, dass das Datenmaterial aus 1965 aktualisiert werden kann und den politischen Entscheidungsträgern einen aktuellen Einblick in die Kosten für Kinder in Österreich ermöglichen.

Gute Kooperation

Verein Frauen für Frauen Burgenland steht den Frauen mit drei Beratungsstellen zur Verfügung. In Oberwart, Güssing und Jennersdorf kann frau mit einem Beraterinnen-team nach Lösungen suchen und die nötige Unterstützung bekommen. Die Kooperationen mit Organisationen, Vereinen und Institutionen aus der Region runden das Angebot ab und macht ganzheitliche Hilfe möglich.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Verein Wir fürs Tier Oberwart konnte viel Gutes im Leben von Frauen mit Haustieren bewirkt werden. Neben fundierter Information und Beratung, fachlichen Vorträgen zu Themen, wie z.B. der sichere Umgang von Kindern mit Hunden, konnte auch in konkreten Einzelfällen verhindert werden, dass Tiere wegen finanziellen Notlagen vernachlässigt werden mussten oder etwa im Tierheim landeten. „Für verschiedene Problemlagen der Frauen braucht man Kooperationspartner in der Gegend. Alice Pichler, Obfrau vom Verein Wir fürs Tier, steht uns mit Rat und Tat zur Seite, was zu schnellen und effektiven Problemlösungen führt.“, so Anita Wernisch Beraterin der Frauenberatungsstelle Oberwart.

Auf dem Foto von Links: Alice Pichler, Wir fürs Tier, tierschutzqualifizierte Hundetrainerin Petra Frey, Anita Wernisch, Frauenberatung Oberwart

Frauen Raum in Oberwart

Der Verein Frauen für Frauen Burgenland beherbergt am Standort Oberwart die Frauenberatungsstelle, das Frauenberufszentrum und die FRIDA Frauenbibliothek.

Jeden Tag wird die Bibliothek zum „Offenen Lehrraum“ für Frauen, die Unterstützung beim Lernen brauchen, die ihr Deutsch verbessern und andere Aktivitäten in der Gruppe unternehmen wollen.

„Bei uns bekommt frau individuelle Unterstützung, eine Art Nachhilfe, womit die persönlichen Defizite behoben werden. Die Sprache ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Arbeitssuche oder für eine Ausbildung. Im Auftrag und in Kooperation mit dem AMS betreuen wir Frauen, um ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen und ihr Weiterkommen auf dem Arbeitsmarkt zu erleichtern“, so Mag.a Magdalena Freißmuth, die Geschäftsführerin.

Auch Besichtigungen der regionalen Anlaufstellen bzw. Exkursionen in die möglichen Ausbildungsstätten sowie Betriebsbesichtigungen, um verschiedene Berufsfelder kennenzulernen, stehen auf dem Programm. Demnächst sind drei Exkursionen mit Betriebsführungen geplant. Nähere Informationen unter: 03352-20510.

Der Frauen Raum hat jeden Tag geöffnet: Mo, Di, Do 13.00-17.00 Uhr und Mi, Fr 8:00-12.00 Uhr.

Adresse: Frauenberatungsstelle/ FRIDA Frauenbibliothek, 7400 Oberwart, Prinz Eugen-Str. 12.

Für guten Zweck

100% für den guten Zweck und somit 100%, um Frauen, die in Not geraten, mit ihren Tieren zu helfen. Das besondere Engagement von Sports for hope und dem Verein Wir fürs Tier macht das Helfen möglich. Bei der feierlichen Scheckübergabe hat Marco Halvax die großartige Summe von €2.219,01 an den Verein Frauen für Frauen Burgenland überreicht. Unzählige fleißige Hände haben beim Frauenlauf 2017 in Bad Tatzmannsdorf dafür gearbeitet.

„Mit der Spende können wir Frauen in schwierigen Lebenslagen unterstützen. Beispielsweise haben wir Frauen in der Beratung, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, die aber ihre Tiere nicht zurücklassen können. Aus Angst, es könnte dem Haustier etwas passieren. Leider werden Katzen und Hunde oft auch als Druckmittel verwendet. Viele Frauen können dann nicht in eine Notunterkunft, weil Tiere dort oftmals nicht erlaubt sind. Mit dem Geld können wir in der Beratung schnell und individuell helfen und auch für das Tier eine vorübergehende Lösung organisieren“, so Anita Wernisch, Mitarbeiterin der Frauenberatungsstelle in Oberwart.

Ehrenmitgliedschaft für Shobha Hamann

Mit besonderer Freude konnte Gabriele Huterer, die Obfrau von Frauen für Frauen Burgenland, Shobha Hamann die Urkunde für die Ehrenmitgliedschaft des Vereins überreichen. 16 Jahre war Shobha Hamann Obfrau und hat gemeinsam mit der Geschäftsführung die Geschicke des Vereins geleitet. In dieser Zeit hat sich der Verein stark entwickelt: neue und größere Räumlichkeiten in Oberwart; eine neue Beratungsstelle in Jennersdorf; zahlreiche neue Projekte, darunter das Frauenberufszentrum, der Frauenraum und vieles andere mehr sind entstanden. Das Team der MitarbeiterInnen ist so gewachsen, dass es nun aus 24 besteht. Damit ist der Verein Frauen für Frauen für die Region ein wichtiger Dienstgeber geworden und schafft entsprechend Arbeitsplätze. Für die strukturschwache Region im Südburgenland sind die Beratungseinrichtungen und Kursangebote für alle Frauen eine wesentliche Hilfe und nicht mehr wegzudenken.

Für die tolle Arbeit, die das neue Ehrenmitglied Shobha Hamann mit dem ganzen Team und den Geschäftsführerinnen Renate Holpfer und Magdalena Freissmuth geleistet hat, wurde ihr nicht nur von der Obfrau Gabriele Huterer, sondern von allen Vorstandsfrauen und den beiden Geschäftsführerinnen herzlichst gedankt. Wahrlich ein Grund, um darauf anzustoßen.

Gut vernetzt
Unter dem Titel „Blick in das neue Jahr“ hat der Verein Frauen für Frauen Burgenland am 24. Jänner ein Vernetzungstreffen am Standort Oberwart organisiert. Zahlreiche Institutionen und PartnerInnen aus der Region folgten der Einladung und nutzten die Möglichkeit zum Austausch untereinander.

Die zwei Geschäftsführerinnen, Mag.a Magdalena Freißmuth und DSAin Renate Holpfer, haben über die erfolgreich abgeschlossenen Projekte, über das laufende Beratungsangebot sowie die geplanten Vorhaben für das Jahr 2018 berichtet. Frauenpolitische und -spezifische Themen sowie die Angebote im arbeitsmarktpolitischen Kontext bleiben weiterhin der Schwerpunkt der Frauenberatungsstellen. Es gab für alle Anwesenden die Möglichkeit, Vorschläge für wichtige Themen und künftige Projekte anzubringen. Die Idee des Treffens war, von gemeinsamen Erfahrungen zu profitieren, um künftig noch besser in der Region agieren zu können.

„Es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Ich bin mit NetzwerkpartnerInnen zusammengekommen und konnte viele interessante Gespräche führen. Die Synergien, die auf diese Weise entstehen, sind im sozialen Bereich sehr viel wert. Wir profitieren von gemeinsamen Erfahrungen, tauschen Informationen aus – so kommen wir zu neuen Ideen, die wir dann in der Region umsetzen können“, so eine Mitarbeiterin einer der Partnerinstitutionen.

„Der Verein erfüllt als Lobby für Frauen in der Region eine wichtige Aufgabe. In vielen gesellschaftlichen Feldern, etwa der Berufswelt, bei der Aufteilung politischer Ämter, bei öffentlichen Budgets und vielen anderen Bereichen gibt es noch sehr viel zu tun, damit Frauen im gleichen Maße wie Männer die Gesellschaft mittragen und -gestalten dürfen und können. Und so lange ist es gut, dass Vereine wie „Frauen für Frauen“ dafür arbeiten.
Den Frauen, die im Vorstand ehrenamtlich arbeiten, sei ein besonderer Dank ausgesprochen; den Frauen, die dies in unserem Verein beruflich machen, Anerkennung für ihr unermüdliches Engagement, die hohe Qualität der Arbeit für ihre Kundinnen beharrlich anzustreben.
Als Obfrau ist es mir ein wichtiges Anliegen, allen Vereinsmitgliedern für ihre Bereitschaft zu danken, zum Verein „Frauen für Frauen“ zu stehen und damit die Anliegen der Frauen zu stärken. Aber wir brauchen auch Ihren Mitgliedsbeitrag! Vor allem können so die Kosten für unsere Zeitung JOSEFA weiterhin gesichert werden.“

Gabriele Huterer

Mag.a Magdalena Freißmuth

Mag.a Magdalena Freißmuth seit Februar 2016 zweite Geschäftsführerin im Verein Frauen für Frauen Burgenland und
Projektleiterin vom Frauenberufszentrum Oberwart.

Die Absolventin der Betriebswirtschaftslehre war etliche Jahre in der freien Wirtschaft (Wien, Burgenland) tätig.
Nach einer Ausbildung zur Kommunikationstrainerin wechselte sie in den sozialen Bereich, wo sie als Trainerin und Projektleiterin tätig war.
„In meiner jetzigen Aufgabe kann ich alle meine bisherigen Erfahrungen aus so verschiedenen Bereichen nutzen und so den Verein bestmöglich führen. Als Frau und Mutter sehe ich die Problemfelder, mit denen frau zu kämpfen hat und kann als Geschäftsführerin dementsprechend agieren und unterstützen.“

DSAin Renate HOLPFER

Diplomsozialarbeiterin, Supervisorin und Coach, Psychosoziale Prozessbegleiterin, Mobbingberaterin

Schwerpunkte: Beraterin mit Geschäftsführungsfunktion, Frauen-, Mädchen- und Familienberatung, Arbeitsmarktpolitische Beratung, Krisenberatung, Mobbingberatung, Psychosoziale Prozessbegleitung, Projekte, Mitarbeit im Dachverband und im Netzwerk österreichischer Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen

Vereinsadresse:

Prinz Eugen-Straße 12
7400 Oberwart

ZVR-Zahl: 381127723, DVR: 4015185


Bankverbindung:

RAIBA Oberwart, IBAN: AT27 3312 5000 0001 8416, BIC: RLBBAT2E125